Die Westernshow Generalprobe - Vier Fäuste und ein Gentleman

Hinter „Vier Fäuste und ein Gentleman“ steckt jede Menge Herzblut, Leidenschaft und eine gehörige Portion Bohnenpfannen-Atmosphäre. Entwickelt wurde das Stück von den First Western Reenactors – einer eingespielten Truppe aus Darstellern, Reitern, Stuntleuten und Schauspielern, die seit mehr als zwei Jahrzehnten erfolgreich den Wilden Westen auf die Bühne bringen. Gemeinsam mit dem Spencer/Hill-Festival und inspiriert von einer Fanidee entstand ein Abenteuer, das die legendären Filmhelden Trinity und Bambi endlich wieder zum Leben erweckt.

Und wie es sich für die beiden Kultfiguren gehört, geraten sie natürlich nicht einfach nur in Schwierigkeiten – sie stolpern förmlich kopfüber hinein. Ein geheimnisvolles Erbe führt Trinity und Bambi in die staubige Westernstadt Dusty Rock. Doch statt eines gemütlichen Vermögens erwarten sie dort jede Menge Ärger, schießwütige Ganoven und ein Gegenspieler, der ungefähr so sympathisch ist wie ein Kaktus im Sattel: der skrupellose Gangsterboss Blackwood. Als wäre das nicht schon genug, taucht plötzlich auch noch ihr junger Halbbruder Kid auf, den alle nur als „den kleinen Gentleman“ kennen. Was folgt, ist ein turbulentes Abenteuer voller Missverständnisse, schlagfertiger Wortgefechte und natürlich jener legendären Prügeleien, bei denen am Ende zwar die Hüte fliegen, aber niemand lange böse bleibt.

Bereits die Generalprobe zeigte eindrucksvoll, dass der Charme von Spencer und Hill auch heute nichts von seiner Magie verloren hat. Immer wieder hallte schallendes Gelächter durch die Reihen, gefolgt von begeistertem Applaus. Die Zuschauer feierten die liebevoll inszenierten Slapstick-Einlagen ebenso wie die herrlich trockenen Sprüche, die direkt aus einem klassischen Spencer/Hill-Film stammen könnten. Besonders die aufwendig choreografierten Prügelszenen sorgten für Begeisterungsstürme – genau so, wie man es sich von einem echten Vier-Fäuste-Abenteuer wünscht.

Westernshow GeneralprobeUnd als sich am Ende der Vorhang senkte, wurde es sogar überraschend emotional. Mehr soll an dieser Stelle allerdings nicht verraten werden, denn manche Überraschungen verdienen es, selbst entdeckt zu werden.

Ein echtes Highlight ist zudem die professionelle Synchronisation, die den bekannten Figuren noch mehr Authentizität verleiht. Dennis Schmidt-Foß leiht dem von Markus Papiernik verkörperten Trinity seine markante Stimme, während Tilo Schmitz den von Enrico Langner gespielten Bambi spricht. Mit Charles Rettinghaus gehört zudem ein weiterer renommierter Synchronsprecher zum Ensemble. Für Fans deutscher Synchronkunst ist das ein wahres Fest für die Ohren und sorgt immer wieder für Gänsehautmomente.

Wer die gefeierte Premiere verpasst hat, muss jedoch nicht verzweifeln. Die nächsten Gelegenheiten, „Vier Fäuste und ein Gentleman“ live zu erleben, bieten sich bei der Bud-Spencer-Tribute-Veranstaltung in Rom sowie beim Spencer/Hill-Festival in Ilmenau die jeweiligen Premieren. Für Fans der beiden Kulthelden ist das weit mehr als nur eine Show – es ist eine liebevolle Reise zurück in eine Zeit, in der ein Teller Bohnen, ein frecher Spruch und zwei flinke Fäuste ausreichten, um die Welt ein kleines bisschen besser zu machen.